Australien produziert seit dem 18. Jahrhundert Wein, zunächst nur für seinen eigenen Markt. Dazu wurden meist einfache, anspruchslose Rebsorten verwendet. Aufgrund dieser Einfachheit sank die Produktion um das Jahr 1920 herum ab, da die Endverbraucher es vorzogen, importierte, qualitativ hochwertige Weine zu trinken. Seitdem wurden zunehmend Versuche unternommen, anspruchsvolle und qualitativ hochwertige Rebsorten zu kultivieren und begann man damit, „europäische Weine“ zu machen, hauptsächlich Klassiker wie Chardonnay, Cabernet Sauvignon, Riesling oder Shiraz. Dies ist zum Teil auch mit enormen Kosten für die künstliche Bewässerung verbunden. Dennoch sind australische Weine heute selbst Klassiker und besitzen eine Qualität, die dem Wein aus Italien oder Frankreich kaum noch nachsteht. Australischer Wein hat sich — auch mit seinen hoch qualifizierten Weinmachern — in Europa erfolgreich ausgebreitet.
Der Stil australischer Weine ist oft von grosser Fruchtfülle geprägt und ist so den Weinen aus Südamerika oder Kalifornien näher als der Alten Welt (Europa). . Allerdings gibt es auch hier teilweise hochinteressante, exzellente Weine, die zuweilen noch stiefmütterlich behandelt werden und auf eine über 100 Jahre alte Weinanbautradition zurückgreifen. |