Côtes du Luberon ist ein Weinbaugebiet im südlichen Abschnitt der Weinbau-Region Rhône. Die Appellation, die seit dem 26. Februar 1988 den Status einer Appellation d'Origine Contrôlée (kurz AOC) hat, ist nach der Region des Luberon benannt. Das Gebiet erstreckt sich innerhalb des Départements Vaucluse zwischen Cavaillon im Westen und Manosque im Osten. Zugelassen sind nur Hanglagen, die über einen Kalksteinboden verfügen. Die mittlere Erntemenge liegt bei 170000 Hektoliter/Jahr.
Das Gebiet wurde seit 120 v. Chr. von den Römern besetzt, die recht schnell mit dem Anlegen von Weinbergen begannen. Aber erst mit dem Interesse der grossen Klöster im Mittelalter belebten die Mönche die Qualitätsbestrebungen im Weinbau. Die Region der Côtes du Luberon profitierte ausserdem ab 1309 von der Anwesenheit der Päpste in Avignon (Avignonesisches Papsttum). Die Rebflächen nahmen derart grosse Ausmasse an, dass im Jahr 1369 für 20 Jahre ein Neuanlegen von Rebflächen untersagt wurde.
Der Rotwein, der 65% der eingebrachten Weine ausmacht, wird aus den Haupt-Rebsorten Grenache, Syrah, Mourvèdre, Carignan und Cinsault hergestellt. Daneben sind bis maximal 10% der Nebensorten Counoise noir, Piquepoul Noir, Gamay und Pinot Noir zugelassen. Die Nebensorten sind nur noch einige Jahre erlaubt, da die Rebflächen von diesen Sorten bereinigt und durch die Hauptsorten ersetzt werden. Die Rotweine sind in der Regel granatrot, nicht zu schwer, fruchtig und duftig. Gute Weingüter, wie Château de L'Isolette oder Château Val Joanis, bringen jedoch durchaus sehr gehaltvolle Weine auf den Markt. Für den Roséwein gilt der gleiche Rebsortenmix. |